Besuche

 

Letzte Aktualisierung der Internetseite am 12.09.2017:

Rückblick

OPUS53
                        OPUS53 

69. TEXTBAR am 11. September 2017

 

Nach der langen Sommerpause, endlich wieder TEXTBAR! Das Thema hieß diesmal Wolkenhain.

 

Wir hörten Gedichte von Petra, Lysett und ein Kurzes, ein Haiku, von Frank.

 

Wolfgang W. beschrieb den Größenwahn in den Gärten und meinte damit durchaus die IGA.

 

Wie es ist wenn jemand zum Checkin statt seines roten Reisepasses ein altes rotes Parteibuch der SED vorlegt, berichtete Lysett.

 

Und in der Geschichte von Frank erlebte der Bewohner der Wolken, Tonio, das Abenteuer seines Lebens.

 

Mehr war diesmal nicht. Noch waren wohl Einige im Sommer-Urlaubs-Feeling.

Nächstes Mal, am 9. Oktober, bestimmt mehr. Dann zum Lokaltermin.

"Scherben bringen Glück" 

 

Das war die 66. TEXTBAR

 

 

65. TEXTBAR am 13. März 2017

 

Wir „tagten“ diesmal wegen besonderer Umstände

überraschend nicht im Kiez Treff sondern 30 m weiter

im Nachbarschaftsladen.

Für Getränke war trotzdem gesorgt.

Trotzdem fand eine Schar Verwegener den Weg zur Lesung. Trotzdem wurde der Abend mit selbstgeschriebenen

Geschichten und Gedichten zum Thema „Alles muß raus“

kurzweilig und abwechslungsreich.

Aber,

wir hoffen trotzdem auf ein Wiedersehen im Kiez Treff

am 10. April, kurz vor Ostern,

wenn es heißt „Scherben bringen Glück“.

Rückblick auf die 64.TEXTBAR am 13. Februar 2017

 

Für alle die nicht da sein konnten hier eine kleine Nachlese zum Thema Hinterzimmer:

 

Links hinten im Flur

© Wolfgang Gottlieb, 2017

 

Links hinten im Flur, da ist noch ein Zimmer.

Darin bin ich zwar oft, aber nicht immer.

Es ist was besonderes, da drin zu sein.

Mir ist, als lädt mich jemand ein.

 

Es ist ein Raum mit besonderem Flair.

Drum bringe ich auch schöne Dinge hierher.

Hier drin bewahre ich auch besondere Sachen,

die mir sehr viel Freude machen.

 

Und immer wenn ich darin gesessen

habe ich meistens die Zeit vergessen.

Ich konzentriere mich fest auf eine Sache,

die ich spontan zum Thema mache.

 

Das große Regal, das voller Bücher steht.

Sitze ich davor, wird es meist spät.

Ich lese, blättre, schau mir Bilder an.

Was man eben mit Büchern so machen kann.

 

Das große Bufett, das ist so alt wie ich.

Drüben die Anrichte, davor steht ein Tisch.

Mit einem Stuhl setze ich mich daran,

und zünde mir oft eine Kerze an.

 

 

Ich schaue aus dem Fenster, träume vor mich hin.

Dann gehe ich ins Bett, weil ich müde bin.

Und gehe ich raus, dann denke ich immer,

es hat so ein bisschen einen nostalgischen Schimmer.

 

Kein Wunder, für mich ist das einfach mein Hinterzimmer!

 

 

 

Zur wilden Renate

© Lysette, 2017

 

In unserer Lieblingskneipe „zur wilden Renate“

spielte früher Piano-Bill manche Kantate.

Die Kneipe war düster und verraucht

und jeder Gast bekam was er braucht;

N´Bier und n´Korn , ein offenens Ohr

und ne Rechtsberatung kam auch schon vor.

 

Dann ist die Renate gestorben

und Heinz hat die Kneipe erworben.

Der hat erstmal die Raucher eliminiert

und die Gaststube renoviert.

Das Klavier und den Bill wollt er entlassen.

Die Gäste wolltens nicht fassen!

 

Sie haben gestänkert und gestreikt

ein jeder ab sofort bei Wasser nur bleibt.

Das konnte der neue Kneiper nicht leiden

und Bill sowie sein Klavier durften bleiben.

Jedoch mussten sie ins Hinterzimmer.

Und dort spielt Bill auf dem Klavier noch immer.

 

 

Außerdem konnten wir bemerkenswerte Texte von Wolfgang W, Petra, Frank, Suse und Brunhild und Ursel hören.

 

 

Die 63.TEXTBAR am 09.01.2017

„Noch schöner!"

 

Lysette trug in einem Gedicht vor, dass alle Schönheit nichts nützt, wenn man die Bildung des Geistes vernachlässigt. „Schönheit und weiter nix.“

Wolfgang W. folgte mit seiner „Servicepauschale“.  Es wunderte sich sein Protagonist, was da bei Busreisen in 2 Euro-Servicepauschale eigentlich enthalten sein soll.

 

Pausengespräch

 

Anschließend las uns Frank seine Geschichte „Zwei Rentierzüchter“ vor. Während der eine glaubt, das Leben seiner Kinder  in der Stadt sei noch schöner, besteht der andere auf seine Auffassung vom schöneren Leben in der Tundra mit den Rentieren und ihren Göttern.

Petra schenkte uns eine Geschichte, in welcher eine Frau noch schöner werden will und statt zu essen joggt bis zum Zusammenbruch.

Vom Witwer Herr Schön erzählt uns Marianne und, dass er wohl seine verstorbene Frau liebte, aber unter deren Dominanz auch gelitten hatte. Nun findet er eine zweite Frau und das Leben wird noch schöner.

Der 60. Geburtstag einer Frau verlief dermaßen traurig und einsam, an einem öffentlichen Kiosk, dass eine zufällig vorbei kommende Frau der Jubilarin spontan ihren Friseurtermin schenkt. So war es bei Suse zu hören.

Brunhild trug ein Gedicht vor:  „immer schöner“. Sie lehnte dabei an einen alten Schlagertext an „ das wird ja immer, immer schöner, immer, immer lustiger mit dir.“ Auf das Heute bezogen, findet die Autorin, auch die Voratsdatenspeicherung wird „ja immer, immer schöner…..“

Noch einmal las Suse einen eigenen Text; „Ich geh nicht gerne zum Friseur“. Offensichtlich wollte die Protagonistin  noch schöner werden, aber Friseure, deren Angebote oder Mobiliar, erst recht deren Redefluss, regen sie auf.

Zum Ende eines gelungenen Abends mit Schnittchen und Sekt von Jochen, las Lysette ihre Kurzgeschichte „Veränderung“. Ein Paar ist sich in vielen Jahren überdrüssig geworden, sie wünscht sich ein noch schöneres Heim, eine neue Küche. Er aber packt wortlos seine Sachen und verlässt sein Weib mit den Worten: „Mach dein Zuhause so schön wie du es willst, ich bin weg.“ Da half unserer Heldin nur noch Sekt und ein Telefonat mit der Freundin, die da meinte: „Er ist weg? Na das ist ja noch schöner.“

TEXTBAR - Jahresabschluß am 12. Dezember zum Thema:

Vor der Tür

 

Der Reigen an diesem Abend begann mit etwas „Gereimten“ von Lysette (vor der Tür, ich kann nichts dafür) und einem Themen-Rückblick „Es hätte doch so schön sein können“.

Eine kleine Gesangseinlage (Laßt mich ein ihr Kinder …) bot Petra in ihrer Geschichte über die Neujahrsfeier der Hausgemeinschaft vor der Tür.  „Ante portas“ hieß es bei Wolfgang W. Er benannte Vielerlei was vor der Tür stehen kann und gipfelte in: Ich sage euch, alle stehen vor der Tür.   

Der kleine, 1Jahr und 9 Monate alte, Fredy erzählt in einer Geschichte von Agathe Leselust aus seiner Sicht von einem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Ahrensfelde.

„Voller Unruhe“ war Ursels Protagonistin in einer Gewitternacht und der anschließenden Angst an Alzheimer zu leiden. Ein Gegenmittel ist der tägliche 2-km-Lauf auf dem Balkon.

Hannelore erzählte von Jemandem der sich durch Beobachtungen an der Wohnungstür und Gerüchte in die Sorge um das Wohlergehen des Nachbarn Müller hineinsteigert.

In ihrer Geschichte über einen bösen Rachefeldzug gegen den Ex bediente Maxi allerdings das Dezemberthema des vorigen Jahres.

Der Abend (und das TEXTBAR-Jahr) fand seinen Abschluß mit Lysettes „Wir schaffen das“: Es klingelt - die Kanzlerin steht vor der Tür - Obama bittet um Asyl in Bayern - aber der Seehofer…!

 

Tschüß

bis nächstes Jahr am 9. Januar,

wenn es heißt „Noch schöner“.

 

 

61. TEXTBAR am 14. November 2016

Träumereien

Die Texte zu diesem Thema entführten uns in ferne, sehnsuchtsvolle, manchmal auch bedrohliche Welten, die immer auch mehr oder weniger rätselhaft bleiben, aus denen man aber auch jederzeit aussteigen (und wieder einsteigen) kann.

Sind Träumereien Realität? Nein, wohl nicht. Träumereien sind Träumereien, aber als Träumereien doch auch real …

Zur Abschluß-TEXTBAR des Jahres 2016 sind alle für den 12. Dezember herzlich eingeladen. Dann heißt es „Vor der Tür“.

 

 

Wir wollen an dieser Stelle unseren herzlichen Dank für die Unterstützung durch den Kiek in e.V. in Person des Jochen Kramer, der wieder rechtzeitig die Plakate und Flyer für das Programm des neue Jahres fertig gestellt hat, zum Ausdruck bringen.

Die TEXTBAR-Themen und Termine sind jetzt auch auf dieser Internetseite unter „TEXTBAR“ zu finden.

 

Vielen Dank auch an Bärbel Kramer und alle Helfer des Kiez Treff Marzahn West in dem die TEXTBAR (nun schon seit 5 1/2  Jahren) einen festen Veranstaltungsort gefunden hat (mit Verpflegungsmöglichkeit!).

 

60. TEXTBAR

am 10. Oktober 2016 zum Thema

„Kalte Dusche“

Einige Mutige – nein, sogar recht viele Mutige – hatten sich eingefunden um sich der Kalten Dusche auszusetzen.

In Geschichten und Gedichten wurde die kalte Dusche von allen Seiten und im übertragenen Sinne beleuchtet. Da war u.a. von der kalten Dusche in der Dusche, vom Wasserwechsel im Aquarium, von Gewitteregen beim Joggen oder auch von einer kalten Dusche als Abkühlung aufkeimender erotischer Gefühle in der Sauna die Rede. Alles in allem war der Abend vergnüglich, spannend und – ja, auch sinnlich.

Bestimmt läßt sich einiges davon bei der nächste TEXTBAR zum Thema Träumereien weiterführen …

 

Am Wochenende den 09./10. Juli 2016 weilte OPUS53 in Klausur in Fürstenwalde/Spree.

Erholung, Natur, Stadt und Kultur taten wir uns an. Wir besuchten u.a. eine Aufführung des Interaktionstheaters der Burgdorfschule Fürstenwalde im Dom. Und folgende „Stegreiftexte“ zu dem willkürlichen Thema „Klare Ansage“ entstanden:

 

 

Klare Ansage

© Lysette Hellbach, 2016

 

Endlich führt er mich aus.

Wir essen orientalisch –fein-,

gehen zu ihm nach Haus

und trinken feurigen Wein.

 

Er sagt, er sei schon lange Singl

und will wieder eine Frau.

Ihm juckt der …Rücken,

wo, weiß er nicht genau.

 

Und schon zieht er das Hemd sich aus,

ich sollt es bequem mir machen.

Plötzlich wird er still wie ne Maus

ich frag mich: was sind denn das für Sachen?

 

Ist es auch noch früh am Tage,

sei nicht so artig und nett,

mach ne klare Ansage

und geh mit mir ins Bett!

 

 

 

Klare Ansage

© Frank Türke, 2016

 

Er ging hinaus in den Garten des Hotels; ein Fleckchen Erde von hohen Mauern umschlossen, ein kleines Paradies der Ruhe. Der Verkehr, die Leute, die Stadt, die Welt bleiben draußen.

Der geharkte Weg aus feinem weißen Kies führte in leichtem Schwung bis an die von einer niedrigen Hecke umschlossenen Sitzgruppe. Rosen säumten den Weg. Entspannen wollte er nach dem Stadtrundgang. Entspannen und vielleicht einen Rotwein trinken, an das am Vormittag im Dom erlebte Theaterstück denken  und vielleicht einen kurzen Text schreiben.

Er erreichte das Refugium und setzte sich aufatmend. Jedoch sprang er sofort wieder auf. Ihm wurde schmerzhaft bewußt, daß er kurze Hosen trug. Bei dem Sommerwetter war das normalerweise in Ordnung, aber nicht wenn die Plastikstühle den ganzen Tag lang in der Sonne gestanden hatten. Also, was nun?

Ein Sitzkissen würde helfen. Aber woher nehmen? Noch einmal versuchte er sich zu setzen, ganz vorsichtig, ganz vorn auf die Kante. Nein, es ging nicht. Das war Anspannung pur und keine Entspannung! Sollte er vielleicht die Frau an der Rezeption fragen? Ob sie Sitzkissen hat? Er war sich nicht sicher.

Er schlich den geschwungenen Weg zurück zur Hintertür des Hotels, öffnete diese, trat ein und ging langsam, überlegend wie er es anstellen sollte, den kurzen Gang an den Toilettentüren vorbei bis zur Ecke. Von dort erblickte er die Rezeption und die Frau welche dort saß und ihn erwartungsvoll ansah. Du meine Güte, dachte und sagte betont freundlich: „Guten Tag, ein schöner Tag heute.“ Sie lächelte. Er fuhr fort (dabei angestrengt nach Worten suchend): „Die Sonne scheint so schön. Es ist ziemlich heiß geworden da draußen.“ Dabei wies er mit einer vagen Geste in Richtung Gartentür des Hauses. Sie nickte verständnisvoll.

„Sie haben eine angenehme Sitzgruppe, da hinten im Garten.“

Sie starrte auf seine nackten Beine und lächelte wieder. Er wurde rot. „Ich würde gern dort sitzen….“

„Wissen Sie was, ich gebe Ihnen ein Sitzkissen. Hilft das?“

Er atmete auf: „Jaa“

Die Rezeptionistin setzte hinzu: „Mit mir können Sie ruhig Klartext reden. Ich stehe Ihnen doch voll und ganz zur Verfügung.“

Da zitterten ihm die Beine.

 

Wurst, Käse und Rotwein

im hochummauerten Hof. –

Sommergewitter.

 

 

 

 

Klare Ansage

© Petra Urbaniak, 2016

 

Am Freitag werden die Taschen gepackt. Ab nach Fürstenwalde!

Da gibt es einen Dom, ein Museum, einen Marktplatz und ein altes Rathaus.

Einzelzimmer sind gebucht. Mit Frühstück. Sonntagabend sind wir zurück.

Das machen wir jedes Jahr. Es ist Sommer. Wir müssen mal raus. Raus aus der großen Stadt. In eine überschaubare, kleinere. Was Neues entdecken. Geschichte und Geschichten vor Ort.

Wie einst Fontane auf Wanderschaft gehen. Das bringt frischen Wind für den Kopf und die Füße haben auch zu tun.

Laufen und im Laufen den eigenen Rhythmus finden.

Lauschen und im Lauschen die innere Stimme finden.

Nicht weit vor der großen Stadt (denn so weit weg muss man gar nicht). Aber weit genug, um Lärm und Alltag hinter sich zu lassen.

Und nun sitzen wir an diesem Tisch im Innenhof unseres Hotels. Und die Aufgabe lautet:

Wir schreiben jetzt!

Das ist doch mal eine klare Ansage.

 

Hotel Albena

Fürstenwalde                                                                                     Sommer 2016

 

Die 58. TEXTBAR

widmete sich vor der Sommerpause dem Thema :

"Reif für die Insel"

 

Wolfgang W. eröffnete mit seinem Text "Sly", in dem er den Zuhörern einen Musiker und Sänger vorstellte, der ganz allein auf einer Insel ist. Er kann nicht weg, weil er kein Geld hat, den Fährmann zu bezahlen.

Anschließend berichtete Maximiliane von einer Friseuse, die ihren Kunden den ganzen Tag zuhören muss und Lebenstipps verteilt. Sie ist nicht reif für die Insel, sondern reif für einen Psychologiekurs!

Petra begeisterte wieder mit drei Gedichten zum Thema; sprachgewaltig war "Vulkan", indem sie das Entstehen einer Insel aufzeigt.

Marianne erzählt vom Schrebergarten, der durchaus dem Besitzer eine Insel bedeuten kann.

Lysette schickt ihre Protagonistin mit den drei Kindern auf die Insel, um dem kranken Mann und Vater Ruhe zu gönnen. Nicht ahnend, dass dieser sich über die "Vernachlässigung eines Sterbenden" aufregen wird. Im Gedicht "wildes Meer" zeigt sie die Kraft des Meeres.

Ursel erzählte in erfrischender Berliner Mundart von einer Begegnung mit Fußballern der 2. Bundesliga im Flugzeug. Und wie  sie sich mit ihrem Enkel freut, als diese Mannschaft in die erste Bundesliga aufsteigt!

Der letzte Beitrag wurde vom Moderator des Abends, Frank, geboten. Es ging wieder um Thomas und seinen Kampffisch BatuKhan. Thomas sieht ihn im blauen Himmelsmeer entschwinden. Vielleicht ist er reif für die Insel? 

 

Der Sandpoet“

 

OPUS53 besuchte das Grab des Dichters Schmidt von Werneuchen auf dem Kirchhof der Stadtkirche

St. Michael in Werneuchen. Dort wirkte er über vierzig Jahre als Pfarrer und Dichter.

Friedrich August Wilhelm Schmidt wurde am 23. März 1764 in Fahrland bei Potsdam geboren und starb am 26. April 1838 in Werneuchen/Barnim.

Seine Gedichte veröffentlichte er in mehreren Bänden mit Illustrationen von Daniel Chodowiecky. In seinen Gedichten beschrieb er Natur und Landschaft der Mark und lobte insbesondere das einfache ländliche Leben im Gegensatz zum Städtischen im nahen Berlin.

Goethe schrieb ein Spottgedicht auf die Darstellung des Landlebens und die Beschreibungen von Pfuhlen, Kröten, Spinnen, Sand und Kiefern und das Melken der Kühe durch die Mägde in Schmidts Gedichten.

 

Theodor Fontane sah es differenzierter und schrieb in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“:

Sein Werk besteht aus Sonetten, Balladen und Naturbeschreibungen. Über die erste und zweite Gruppe (Sonette und Balladen) gehen wir so schnell wie möglich hinweg. Er hatte weder von dem einen noch von dem anderen auch nur eine Ahnung … aber er war ein Naturbeobachter und Naturbeschreiber. …

Am vorzüglichsten war er da, wo er in klassischer Einfachheit und in nie zu bekrittelnder Echtheit die märkische Natur beschrieb und den Ton schlichter Gemütlichkeit traf.

Und Fontane endet: Und ein Hoch auf den alten Schmidt von Werneuchen.

OPUS53 schließt sich dem an.

 

Das Pfarrhaus und der heutige Kirchenbau sind nicht die Bauten aus Schmidts Zeiten. Das alte Pfarrhaus wurde 1737/38 erbaut und 1929 abgerissen und der heutige Neubau errichtet. Die heutige neugotische Stadtkirche wurde 1873/74 auf den Grundmauern des alten, am 14. Juli 1637 im Dreißigjährigen Krieg, zerstörten Baues errichtet.

heutige Stadtkirche in Werneuchen

57. TEXTBAR am 09. Mai 2016

Unter freiem Himmel

 

Sie fand nicht unter freiem Himmel statt, sondern wie immer im KiezTreff Marzahn West mit Bewirtung. Frank begann den Reigen mit einer weiteren Geschichte mit und um den Kampffisch BatuKhan der sich Gedanken macht über Parallelwelten und Wiedergeburt. 

Lysetts Geschichte handelte von einem geheimnisvollen Wolkenbeobachter am offenen Fenster, in Gedanken versunken, wie lauschend und mit Sonnenbrille. Man könnte meinen, er sehe nicht, sondern lausche aus dem Fenster.

Zwei Geschichten hatte Maxi mitgebracht: In der ersten schilderte sie einen Menschen im Haus hinter Beschattungsautomatik und Klimaanlage und stellt die Frage, ob nur noch die Naturvölker unter freiem Himmel leben können und sieht doch Lichtblicke in den  Biergärten und Cafés mit Freisitz und Wald-kindergärten. In der zweiten Geschichte schilderte sie einen Strand im Vollmondlicht und zwei Menschen, die die Wärme des Körpers neben sich spüren - und als dann eine Mundharmonika erklingt,  ist der Zauber des Augenblicks zum Dahinschmelzen.

Frank, Lysette und Petra hatte sich etwas besonderes ausgedacht: Drei Geschichten, die aus einem gemeinsamen Anfang entstanden. Eine Dampferfahrt über die Müritz die es in sich hatte. Es waren drei völlig verschiedene Geschichten entstanden.

 

Gäbe es das Wörtchen ‚hätte‘ nicht, hätten wir nie erfahren über was Wolfgang W. geschrieben hätte wenn er den vielen Anregungen die er aufzählte gefolgt wäre. Aber er verwarf die Manuskripte und es blieb die Feststellung:

„Was hätte daraus werden können, wenn es mir gelungen wäre über all das zu schreiben.“

 

„Endlich mal wieder draußen“ meinte Ursel und berlinerte äußerst charmant über Berliner Schnitzel (aus Kuheuter!) und eine Stadtrundfahrt mit dem Regierenden auf dem Tandem und im Ballon. „Was für ein Tag mit Michi!“

Neben den Geschichten kam zum Glück die Lyrik nicht zu kurz. Dafür sorgte zum einen Petra mit zwei Gedichten: „Ich bin eine die den Mond anschaut …“ und „Der Wind nimmt sich die Pusteblumen und tanzt mit ihnen …“ und zum anderen Agathe Leselust mit ihrem Gedicht Geburtstagsgäste aus dem Meer:

„Laß uns die Delphine suchen, sie lächeln mir zu…“

Die 56. TEXTBAR am 11. April 2016 zum Thema

Schlagzeilen

 

Diese TEXTBAR war wieder einmal eine Schlagzeile wert:

* Der Zulauf hält an * Lesebühne TEXTBAR in Marzahn platzt aus allen Nähten *

 * Das Thema Schlagzeilen begeisterte *

Der Raum war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Textbeiträge stellten  schillernde, begeisternde, lustige, seltsame, gruselige, aufrüttelnde, nachdenklich machende Schlagzeilen literarisch in den Raum.

 

Agathe Leselust,

Anne,

Frank,

Lysette,

Petra,

Suse,

Ursel,

Wolfgang W.

zeigten wie Schlagzeilen Ereignisse aufblähen und verfälschen, ja Menschen zerstören können. Die Texte umfassten das Leben in Marzahn, das Wirken von Schutzengeln, eine bevorstehende Krönung, die Errichtung des antifaschistischen Schutzwalles, den Tod eines Hundes der ein Fisch war, bis hin zur Schlagzeile Lyrische Flüchtlinge fanden Zuflucht in einer Bibliothek.

Die 55.TEXTBAR am 14.03.2016 zum Thema

Nachtgedanken

Ein Rückblick

 

Im Gedicht „Die Nacht“  lässt Suse die Gedanken eines Tages zu Träumen der Nacht werden. In ihrer Geschichte „Sommernacht“ beschreibt sie uns eine Frau in der Mitte des Lebens, die beim Blick auf die Karriere sich selbst vergessen hat. Erst in einer Sommernacht, in einer Strandbar wird ihr das bewusst und sie leitet eine Wende ein.

„Am Fenster“ nennt Lysette ihre charmante Geschichte um einen Herrn Julius, der nachts im schwachen Licht des gegenüberliegenden Fensters eine schlaflose Frau zu beobachten meint. Die Überraschung bleibt beim persönlichen Kennenlernen nicht aus.

Unglaublich mutet die Geschichte „Wasserkraft“ von Agathe Leselust an. Sie lässt ihre Protagonisten endlich Urlaub am Meer verleben. Träumend liegt die Frau und beobachtet die Wellen. Überrascht stellt sie fest, wie beunruhigend die Kraft der Wellen sein kann. Erinnerungen an Beinah-Badeunfälle dringen in ihre Gedanken. Nun schafft sie es nur noch mit Hilfe von Meditation per Smartphon  abzuschalten.

„Das Fenster zum Hof“ ist eine Liebeserklärung an Marzahn-West von Marianne. Wie schön der Innenhof zwischen den Neubauten sei. Aber ganz besonders schön im Herbst, wenn die bunte Vielfalt der Blätter von Bäumen und Sträucher die Fantasie anregt. Wenn schließlich die kühle Abendluft ins Wohnzimmer dringt, hört man nur von der Ferne den Puls des Lebens einer Großstadt.

Ursels Heldin grübelt in schlaflosen Nächten, derweil der Bart des Mannes sie kitzelt und nicht schlafen lässt, über die Mode und deren Preis.

Lacher löste Wolfgang W. bei den Zuhörern aus mit seiner Geschichte „Genius hits the road“. Humorvoll wird hier eine s.g. Kaffeefahrt aufs Korn genommen. In eine Käserei Hollands soll es mit den Bus gehen. Wohin genau? Bleibt geheim.

Denk ich an Hollands Käse in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht,  lässt er seinen Protagonisten denken.

„Die Angst“ als hässliches, stinkendendes und sabberndes Etwas lässt Lysette lebendig werden. Die so beschriebene Angst setzt sich jeden Tag aufs Bett einer Koma-Patientin, die um sich her mehr mit bekommt, als man glaubt.

Drei schöne poetische Bilder schenkt uns Petra mit ihren Gedichten, denen sie die Worte: “Die Nacht in der das Fürchten wohnt, hat auch die Sterne und den Mond.“ von Mascha Kaleko voran stellt.

Zum Beispiel der Wecker, dessen Sekundenzeiger die Zeit treibt, tick, tick, tick. Doch als die Nacht vorbei ist, wird nicht mehr das ticken gezählt sondern gelebt!

Frank  ließ uns bei Thomas weilen, der schläfrig im Sessel seinem siamesischen Kampffisch Batu-Khan lauschte. Dieser las aus einem achthundert Jahre alten Buch vor, von einem Mönch, der ein Koi-Karpfen war. Berichtet wird da vom bedrohten Lebensraum, von der Zucht und schließlich fallen Thomas wohl doch die Augen zu.

 

Einen Beitrag wollen wir nicht unerwähnt lassen.

Angst vor der Bedrohung durch Flüchtlinge wurde geäußert, die Gewissheit, dass sie unsere Gesetze ablehnen, Waffen tragen und eine illegale Armee von Terroristen in unserem Land seien.

Gewiss sollen auch Ängste und Sorgen mitgeteilt werden, doch einen Redebeitrag, der gut in den Wahlkampf rechter Parteien passt, wünschen sich die Organisatoren und Gäste der TEXTBAR nicht.

 

Auch möchten wir noch einmal darauf hinweisen, dass Textbeiträge die Länge von zehn Minuten nicht überschreiten sollen.

(Bei Zweifel einfach mal zu Hause neben der Uhr Probe lesen.)

 

Am 11.April heißt es dann Neues zum Thema: Schlagzeilen

 

Lesung im Frieda-Frauenzentrum

am Samstag, 20. Februar 2016

 

Als Besucherin kennt man mich bei „Frieda“ schon lange. Nun stellte ich mich auch als Dichterin vor. Jeden dritten Samstag im Monat gibt es bei „Frieda“ beim traditionellen Brunch nur für Frauen die Gelegenheit, zu Schlemmen, miteinander ins Gespräch zu kommen, vertraute Freundinnen zu treffen oder sich in angenehmer, entspannter Atmosphäre kennen zu lernen.

Freundinnen von mir schwärmten letztes Jahr vom Lyrikpark und der anschließenden Lesung. Sie wissen schon lange, dass ich literarisch aktiv bin und machten im vorigen Sommer die Reise nach Ahrensfelde, um mich live zu erleben.

Und so war die Idee entstanden, im Kreise der Frauen einmal etwas zu lesen.

Trotz des ungemütlichen Wetters waren viele von ihnen gekommen. Nach den ersten Brötchen und Kaffee wurde es dann ganz still. Ich las meine Gedichte. Meine Zuhörerinnen lauschten andächtig. Ich spannte den Bogen vom eisigen Winter bis zum Sommer am Meer und endete mit einer witzigen Reimerei. Die Stimmung danach war angeregt und heiter.

Und ich glaube, die eine oder andere wird auf unserer OPUS Seite landen. Vielleicht auch unsere Textbar besuchen. In diesem Falle, herzlich willkommen!

Sie haben gewonnen schallte es uns aus allen Texten der

54. TEXTBAR

am 8 Februar entgegen. Wolfgang W. eröffnete den Reigen mit seinem Text zum Genie als Gottesgabe, oder? Er begleitete sich mit einem chuk chuk. Dieses Rhythmusinstrument hätte uns wach gehalten, wenn es nötig gewesen wäre.

Zwei Geschichten hatte Ursel K. mitgebracht. Eine handelte von einem Kartenspiel aus der Türkei, welches überraschender Weise gerade bei der ältesten Dame der wöchentlichen Spielrunde besonderen Anklang fand. Die andere Geschichte war eine Erinnerung einer kleinen Göre an ihren Vater.

In seinem Gedicht „Zurückgewonnen“ schilderte Wolfgang G. das Glück des geretteten Augenlichtes.

Einen humoristischen Ausblick auf die Möglichkeit des Gewinnes einer Rentenerhöhung gab Lysette in ihrer, gemeinsam mit Frank gelesenen, Geschichte.

Und Frank bot wieder einen phantastischen Einblick in das Zusammenleben des Kampffisches Batu Khan mit Thomas.

Die Zahlen eines Mannes der immer, wirklich immer, Lotto spielt wurden gezogen, als er zum ersten Mal im Leben daran gehindert war seinen Tip abzugeben … er gewann trotzdem etwas … Mit dieser Geschichte von Petra endete die Lesung.

 

 

Mit der 53. TEXTBAR am 11. Januar starteten wir ins Jahr 2016.

 

Einen Gast ließen wir vor der Tür. Es war der Zweifel.

Doch wir redeten über ihn in unseren Geschichten und Gedichten.

Victoria wies uns daraufhin, daß er oft vor der Tür steht und klingelt, aber man ihn nicht einlassen muß. Heute jedenfalls nicht, vielleicht ein andermal.

 In „Der böse Krake Mißtrauen“ erzählte Maxi wie eine vermeintliche Verspätung Zweifel und Mißtrauen aufkommen läßt.

Die beiden Gedichte „Innen“ und „Erfahrung“ von Lysette hatten die Kraft zum zweifeln und die Kraft diese Zweifel zu überwinden zum Inhalt.

Wenn der Kampffisch die Aquariumdeckscheibe wegschiebt und über den Beckenrand schaut und anfängt zu erzählen, dann zweifelt Franks Protagonist Thomas an seinem Verstand.

Wenn ich an allem zweifle, woran kann ich nicht zweifeln? Eine philosophische Betrachtung in einem Gedicht von Petra.

Der Protagonist in Maxis zweiter Geschichte war an einem seltsamen Ort, war in Gola Melon. Doch Gola Melon ist im Internet nicht auffindbar …

Ein Mann und eine Frau auf einer Urlaubsinsel … die Frau verschwindet nachdem die Liebe entbrannt ist … der Mann wird von Zweifeln heimgesucht … bis ein Brief vor seiner Tür liegt … Trotz aller Zweifel, „Fabrice hofft“ von Lysette.

Den Leseteil der TEXTBAR beendete Petra. Ihre Protagonistin schreibt die ganze Nacht lang wie im Rausch Einflüsterungen von Geistern auf. Doch mit dem Licht des neuen Tages erscheinen Zweifel am Gelingen des Textes und sie beginnt von vorn.

Danach saßen wir bei Wein und Bier und Tee und Bockwurst  zusammen und sprachen über aufkommende Zweifel an der Kulturförderung und den kulturellen Aktivitäten in Marzahn.

 

 

52. TEXTBAR am 14. Dezember 2015

„Wir schenken uns Nichts“

 

war diesmal unser Thema. Aber wir hielten uns nicht daran, sondern schenkten uns Geschichten und Gedichte und adventliches Beisammensein.

Marion begann mit einem Gedicht in welchem sie gestand: Wir küssen unterm Weihnachtsbaum und gestehen, wir beschenken uns doch. Wir hörten von Petra wie ein Verkäufer der Obdachlosenzeitung nicht nur mit Münzen sondern auch mit Lächeln beschenkt wurde. Über zwei neue Gäste, Christian und Tim, die in ihrer Lyrik Konsumfrust und Naschsucht aufs Korn nahmen, freuten wir uns.

Manuelas Lieblingsonkel Franz aus dem Heim erlebte in Lysettes Geschichte eine sexy Weihnachtsüberraschung.

Überrascht war auch Jonny als sein Nachbar am Heiligabend auf den Friedhof geht. Frank zeigte hiermit, das zu Weihnachten eine besondere Verbindung zu von uns gegangenen lieben Menschen besteht. Schließlich verschenkte der Nonkonformist Wolfgang W. in seinem in Streifen geschnittenen Text Nichts, außer … alles was man nicht kaufen kann. Den Schlußpunkt setzte Wolfgang G. mit zwei lyrischen Bemerkungen zum Zuviel und Wieso mir in der Weihnachtszeit.

 

Wir danken dem Team des Kiez Treff West, das uns wieder ein Jahr lang beherbergt und bewirtet hat und so nicht unwesentlich zum monatlichen Gelingen der TEXTBAR beitrug.

Wir danken allen Gästen, treuen und neuen, für ihr Mitwirken. Damit hauchen sie der TEXTBAR Leben ein.  

Wir wünschen allen in dieser unruhigen Zeit ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Beginn des neuen Jahres.

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am

25. November 2015

 

Im Frauen-Treff HELLMA in Berlin–Hellersdorf/Marzahn fand mit Beteiligung der frauenpolitischen Sprecherin der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin, Anja Kofbinger, eine Veranstaltung statt, unter dem Motto

Was uns bewegt – Frauen und Mädchen auf der Flucht.

Es wurde gemeinsam über die Situation geflüchteter Frauen und Mädchen im Bezirk diskutiert.

Im Rahmen dieser Veranstaltung las Lysette ihre Geschichte „Zara“, die ihre Premiere in der TEXTBAR am 14. September hatte.

In „Zara“ nimmt Lysette Bezug auf die aktuellen Ereignisse um die Asylsuchenden in Deutschland. Die „Zara“ in der Geschichte ist eines jener Mädchen, die am 14.4.2014 aus Chibok im Nordosten Nigeria`s von Terrorristen der BOKO HARAM entführt wurden.

Eine Geschichte, die durch ihre Realitätsnähe und sehr gute Recherche  bewegt und betroffen machte.

© Wolfgang Gottlieb

 

Am 12. Bundesweiten Vorlesetag am 20. November 2015 lasen wir in der Senioren- und Pflegeeinrichtung Wittenberger Straße in Berlin-Marzahn Gedichte und poetische Texte zu den vier Jahreszeiten.

Viele der Gedichte, von denen manche auch als Volkslieder bekannt sind, weckten Erinnerungen, Lächeln und kopfnickende Bestätigung. Eigene Gedichte ergänzten das Repertoire.

Unser Publikum folgte interessiert und aufgeschlossen dem stimmungsvollen und kurzweiligen Spaziergang durch Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

 

© Wolfgang Gottlieb

 

 

Ein Bericht auf der Internetseite des Quartiersmanagement Marzahn Nordwest:

 

OPUS 53 und der “Bundesweite Vorlesetag”

Die an jedem 2. Montag im Monat mit der “Textbar” im “Kiez-Treff West” agierende Autorengruppe OPUS 53 beteiligte sich am “Bundesweiten Vorlesetag” am 20. November 2015. Frau Bauer, Projektleiterin der AWO-Senioren- und Pflegeeinrichtung in der Wittenberger Straße in Marzahn-NordWest konnte aus diesem Anlaß vier Autoren von OPUS 53 begrüßen. Sie gaben bekannte Texte prominenter Autoren von Johann Wolfgang von Goethe bis zu Hermann Hesse (u.a.) zum Besten. Die zahlreichen Zuhörer/Innen folgten interessiert den Vortragenden; was an den Bewegungen ihrer Lippen und an den glänzenden Augen ersichtlich wurde. Marion Adamowski stellte sich dem Thema Frühling, Frank Türke verkörperte den Sommer, Lysette Hellbach widmete sich in ihren Texten dem Herbst, während Petra Urbaniak sich des frostig-kalten Winters annahm. Keine Jahreszeit kam in der Vorlesung zu kurz. Aber Autoren wären keine Autoren, würden sie nicht auch eigene zu Papier gebrachte poetisch-lyrisch-prosaische Gedankengänge vor-tragen. Beides, bekannte Textpassagen wie auch selbstge-schriebene “Eigengewächse”, bekamen nach einer Stunde anerkennenden, starken Applaus. Frau Bauer verabschiedete die Autoren mit Dank in den späten Nachmittag.

 

www.qm-marzahnnordwest.de

23. November 2015 - Rolf Götte

 

Und weiter geht es … nun die 51. TEXTBAR

und schon November.

Diesmal lasen zum Thema „Der Ruf“:

Ursel , Petra, Wolfgang W. und Wolfgang G., Agathe Leselust und Frank

und nach der Pause:

Marianne, Jürgen, Maxi, Suse und Lysette.

 

Eine breite Palette der unterschiedlichsten Rufe wurde geboten.

„Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“ oder „Der Ruf eilt manch Einem voraus, Manchem aber schleicht er auch hinterher.“ Schließlich dieses „Wir sind das …“ (wir kennen es alle). Es war auch vom Lauenburger Rufer, vom „Weckruf auf dem Rübenacker“ und vom Ruf hinzuhören bei Handygesprächen in der S-Bahn, die Rede; nicht zu schweigen vom Ruf aus dem Nebel, wenn Barrieren fallen.

Der Ruf der Ferne erging an uns, aus dem Blick der Katze und von rhythmischen Trommeln am Strand.

Eine wundervolle, mit aufopferungsvollem Aufwand vorbereitete Silvestergala lief ins Leere als der Ruf „Wir kommen doch nicht“ erscholl. Der stumme Schrei eines im Schneetreiben unter der Brücke schlafenden Obdachlosen schreckte uns auf.

Zu guter Letzt wurde von einem Telefonanruf erzählt, bei dem die Mutter etwas vom Hund berichtet und die Anruferin aber nach ihrem kleinen Bruder, nach dem Kleinen, fragte.  

 

Kurz und knapp, das war sie die 51. TEXTBAR am 9. November. Wer dieses Feuerwerk an verschriftlichten Ideen, Erinnerungen, Fantasien erleben will, der sei dabei bei der  Zweiundfünfzigsten am 14. Dezember.

 

50. TEXTBAR

 

In ihrer Einführung zum Thema Labyrinth nahm unsere Moderatorin Petra Bezug auf das mythologische Geschehen um den Minotaurus, Doppelwesen aus Mensch und Stier, dem alle neun Jahre sieben Jünglinge und sieben Jungfrauen geopfert werden mußten und der in einem Gefängnis in Form eines Labyrinthes lebte. Theseus löste das Problem indem er sich selbst auf den Weg ins Labyrinth machte und den Minotaurus tötete. Mithilfe eines roten Fadens seiner Geliebten Ariadne, des Ariadnefadens, fand er wieder hinaus. Petra hatte ihn in Form eines roten Wollknäuels mitgebracht.

Außerdem las sie ihre Geschichte über das Labyrinth in das jemand durch einen Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt geraten kann.

Das Drama um Ariadne und Theseus wurde auch von Wolfgang W. aufgegriffen. Daneben berichtete er auch noch vom Labyrinth im Kloster Hoechst im Odenwald. ‚Labyrinthe sind uralte Symbole der Selbstfindung‘.

Franks Geschichte handelte von einer Begegnung im Labyrinth der Phantasie mit einem Fisch, der ein Labyrinthorgan zur Luftatmung besitzt.

 

 

Wir hörten Lysette von einem Auswahlverfahen um einen der raren Plätze im Seniorenheim „Haus Silberlocke“ erzählen. Dieses Verfahren gipfelte für die letzten beiden Kandidaten im Aussetzen in einem schwedischen Einrichtungshaus. Die Siegerin fand nach vier Tagen heraus. Nach dem anderen Bewerber wird noch gesucht.

 

 

Vor der Pause mit Bockwurst, Tee, Bier oder Wein las Wolfgang K. seine Geschichte „Im Nebel“ vor. Diese begann mit der Sichtung eines Narwales und führte über mehrmalige Verwandlungen in einer geheimnisvoll leuchtenden Nebelwolke zu einem Einhorn, zu dem Pegasus wieder zurück zum Narwal. Am Ende sah der Protagonist seine eigene Geburt und begann sein Leben wieder von vorn – welch labyrinthische - Ereignisse!!!

 

Danach nahm uns Marianne mit auf ihre erste Reise nach Moskau. Mit dem letzten Geld wurde die Metrofahrt zum Kreml bezahlt um dort das Mitternachtsläuten der Kremlglocken zu erleben. Aber dann -  der unbekannte Weg durch nächtliche Straße zurück zum Hotel …

 

 

 

 

Die Suche nach dem Weg ins Zentrum, das Vordringen zum Inneren, war Gegenstand des Textes von Ursel. Den richtigen Weg suchen und trotz aller Mühen nicht finden, dabei die aufkommende Angst des Ausgeliefertseins im Labyrinth der LebensFluchtwege.

Den Schlußpunkt des Abends setzte Lysette mit zwei Gedichten:

In ‚Kreisverkehr‘ mit dem Finger auf dem Stadtplan ‚von mir zu dir‘ und in ‚Vorurteil‘ vom Mann mit dem Teller auf der Straße und der Hoffnung auf Geld, ‚der so anders ist als du und ich‘, der aus dem Labyrinth von Verlust, Lügen, Verrat und Verdruß nicht herausfand – ‚dieser Mann, ein Mensch wie du und ich‘.

 

Zusammenfassung der 49. TEXTBAR an diesmal ungewohntem Ort

 

 

Sehnsuchtsorte

 

Lysette bezog sich in ihrer Geschichte „Zara“ auf die aktuellen Ereignisse um die Asylsuchenden in Deutschland. Die „Zara“ in ihrer Geschichte ist eines jener Mädchen, die am 14.4.2014 aus Chibok im Nordosten Nigeria`s von Terrorristen der BOKO HARAM entführt wurden.

Anschließend las Petra zwei Gedichte, die besser nicht zum Thema hätten passen können; „Europa“ und „Ich lade dich ein“. (Allerdings bin ich nicht sicher, ob das zweite Gedicht so hieß.) Auf jeden Fall aber, wird hier der Kontakt zu den Fremden gesucht, mit erzählen des Erlebten soll die Fremdheit schwinden.

Mit „Wäsche“ zauberte Frank ein Bild aus dem vergangenem Jahrhundert; in aller Frühe heizt Mademoiselle den Wäschekessel. Sie hat viel Arbeit vor sich und macht sich so ihre Gedanken über einen Maler, der sich nebenan eingemietet hat.

In seiner zweiten Geschichte erzählt Frank den Zuhörern etwas Märchenhaftes vom Baa-See in Bad Freienwalde.

Wolfgang W. brachte eine skurrile Erzählung von „Toni“ und Antoniette mit, aus der ich entnehmen konnte, dass sie einander offensichtlich sehr zugetan waren.

Die „Sehnsuchtstorte“ von Maximiliane ist die, die nicht dick macht. In einer kleinen Geschichte stellte sie klar, dass unser Alltag voller Sehnsuchtsorte ist. So wird zum Beispiel die Straßenbahn zum Sehnsuchtsort, wenn man sie im Regen an der Haltestelle erwartet.

Noch einmal las Petra. Diesmal ihre „Sehnsuchtsorte“, in welcher ein junger Mensch in der Charité von der „Krankheit“ Freiheitsdrang geheilt werden sollte, aber als unheilbar entlassen werden musste.

Wie es so kommt“ erzählte uns Ursel. Es ist traurig, wenn Freunde, mit denen man verschiedene Sehnsuchtsorte besucht hatte, krank werden, nicht mehr reisen können und versterben.

Fatima schenkte uns die schöne Poesie „Sehnsuchtsort“.

Wolfgang K. wusste am Schluss seiner Geschichte „Orte der Sehnsucht“, dass es sein Zuhause war.

Die Lesung beendete Agathe mit einem schönem Gedicht, „Ode an Schwerin“, welche jedoch nicht von ihr geschrieben war. (Wir verzeihen, denn die Autorin ist krank und kann nicht zur TEXTBAR kommen.)

Der Text von Agathe war „Herbst in der Stadt“. Liebevoll wird von einem kleinen Mädchen erzählt, welches die Großeltern in Berlin besucht und bei der Abreise wohl feststellt, dass Berlin ein Sehnsuchtsort ist. (Oder doch Oma und Opa?)

 

Soweit die natürlich subjektiv gefärbten Erinnerungen von

 

Lysette

 

 

 

 

 

Die 48. Textbar unter dem Motto „Was ihr wollt“, die letzte vor der Sommerpause. Und alle, alle kamen.

Vier Jahre gibt es unsere Lesebühne, aus diesem Anlass wurde Sekt gereicht. Dann ging es in die „Sommerfrische“ wurde von „Urlaub, Sonne, Meer“ geträumt und der „Hunger nach Ruhm“ führte zu einer irrwitzigen Performance auf dem Fernsehturm.

Wie so oft überraschte Lysette mit unerwarteten Wendungen und skurrilen Einfällen.

Wolfgang W. referierte in seinem Text „Die Welt ist eine Bühne“ über Shakespeares sämtliche Werke, leicht gekürzt. Mit vielen Zitaten, ganz „wie es euch gefällt.“ Es hat uns gefallen.

Jochen erinnerte sich mit dem Gedicht „Mädchen, deine Augen.“ an eine Liebe, die ihn vor 50 Jahren zu einem Dichter machte.

Margrid, auch bekannt als Agathe Leselust ließ die Kindheit wieder lebendig werden, erzählte in ihrem Text „Der fremde Mann“ wie sie ihren Vater nach langer Zeit nicht gleich wieder erkannte.

Der Dichter Uwe Lange stellte sich vor und gab eine Kostprobe aus seinem lyrischen Schaffen. Darin fragt er nach Sinn und Ziel im Leben, verliebt sich leidenschaftlich und nimmt auch die Tücken des Alltags aufs Korn.

Der zehn Euro Schein“, liegen geblieben aus einem dicken Geldbündel, dass ein alter Mann in der S-Bahn zählt, erfreut ein junges Paar auf dem Weg zu einem Einrichtungsmarkt. Denn er ist echt und kann gerade gut gebraucht werden. Diese Geschichte erzählte uns Wolfgang K.

Frank ließ in seinen „Literarischen Skizzen“ eine Versammlung der Steine über die Unrast der Menschen beraten, ein gelbes Blütenmeer rauschen und folgte dem Feldweg.

Petra hatte gesammelte Gedichte mitgebracht. Von der „Steilküste“ bis zum farbenfrohen „Juni“.

In der Geschichte von Ursel „Was alle so wollen - Was man so will“ ging es um Kinder, die zwar gewollt sind, aber nicht immer machen dürfen, was sie wollen.

Im Text von Marion „Wer hat die Gartenbank geklaut?“ ermittelte Kommissar Moritz in einem Gartenverein. Und schließlich saß die Autorin trotz perfektem Reiseplan am Ende doch „Im falschen Zug.“

Maximiliane erzählte uns von einer Frau, die im Jackett ihres Mannes einen einzigartigen Liebesbrief findet. So romantisch und in einer Sprache, nicht aus dieser Zeit. Doch ihr anfänglicher Verdacht bestätigt sich nicht.

Ulrike berichtete auf märchenhafte Weise „Wie der Apfel nach Nordafrika kam“ und die Armut besiegte. Am Ende ein Gedicht von ihr mit dem Titel „Überraschung“.

Das war eine ganze Menge. Wir freuen uns auf das Wiedersehen im September.

 

 

 

 

Zu Beginn gab uns Petra eine Einführung zur Herkunft des Begriffes Schäferstunde aus der sogenannten Hirten- oder Schäferdichtung des Barock.

Frank schlug in dieselbe Kerbe, verwies auf die Barockdichter die Günter Grass in seiner Erzählung „Das Treffen in Telgte“ versammelt und wagte sich an eine Schäferdichtung im barocken Stil.

Mit seiner Geschichte „Zeit aus den Fugen“ erzählte Wolfgang W. von den Gesprächsrunden des Psychologen Herrn Schäfer und von Shakespeares Hamlet und dessen Verarbeitung durch Heiner Müller in einem Theaterstück mit Hamletmaschine.

Zweimal in der Woche Schäferstündchen! - anstrengend und doch immer wieder erwartet, hörten wir von Maxi. Doch der Begriff Schäferstündchen führte hier in die Irre. Es war gaanz anders …

Maxi erzählte auch noch von einer Maid, welche die Schäferei des Vaters übernehmen mußte und also Schäferin wurde. In einem hölzernen Karren genoß die Schäferin die Liebe in vollen Zügen – bis es einmal zu heftig wurde und der Karren in einem Fluß landete.

In „Die Lesung“ von Wolfgang G. freute sich der einsame Karl auf eine Lesung des Krimiautors Justus Schäfer. Aber sie war schnell vorüber und zu schnell verlief sich das Publikum, so daß bei Karl, als er wieder einsam war, ein schaler Geschmack zurückblieb.

Der dritte Wolfgang hatte ein Märchen geschrieben: „Die Brombeerhecke im Märchenwald“. Der Protagonist  geriet in einem Wald an einen Baum mit roten und blauen Blüten und einem Baumhaus in welchem er eine rote und eine blaue Tür durchschreiten konnte, was er auch tat. Hinter der roten Tür stieg eine nackte Dame aus einem Gemälde, hinter der blauen Tür erwachte eine Jünglingsstatue zum Leben …

Von der Vorfreude auf ein Schäferstündchen berichtete Petra. Schon früh am Morgen Erwartung auf das Stelldichein am Nachmittag! Doch dann war es wieder zu schnell vorbei. Die sich danach einstellende Leere füllt die Protagonistin mit Abwasch und Aufräumen. Eigentlich war sie am glücklichsten, wenn er schlief und sie seinen Schlaf bewachte.

Lysette beschloß den Reigen mit einigen Liebesgedichten, die einen romantischen Zauber und süße Wehmut verbreiteten.  „ … ich will nicht dich, ich will wir.“

 

(11. Mai 2015)

 

 

46. TEXTBAR am 13. April 2015

 

Diesmal flammte unvermittelt eine Diskussion über die Bedeutung, Darstellung und Entwicklung der Lesebühne TEXTBAR auf.

Die vorherrschende Meinung war, das die TEXTBAR eine feste, beliebte und bedeutende Größe für literarisch aktive Menschen geworden ist.

 

Notwendige Veränderungen gegen Stillstand bleiben im Blick.

 

Und natürlich wurden auch Texte gelesen. Zum Thema Wolkenbruch reichte die Spannbreite vom wolkenbruchartigen Redeschwall eines Busfahrers, über ein reinigendes Donnerwetter nach dem befreit aufgeatmet werden kann, die Schönheit der Natur die sich in Schrecken verwandeln kann, das zweimalige Durchqueren eines Unwetters (erst mit dem Flugzeug, dann mit dem Auto), bis zu rauschaftem Erleben im Regen am Pfuhl und dem Kreislauf des Lebens von Jemandem, der in einem Leben Wassertropfen ist und im nächsten … wer weiß was.

 

 

45. TEXTBAR am 9. März 2015

 

Wir freuten uns über die Stammgäste der TEXTBAR,

über nach einer Pause Wiedergekehrte und

über neue Gäste.

Zum vielversprechenden Thema „Lebenslinien“ waren Geschichten und Gedichte entstanden, die unterschiedliche Sichtweisen deutlich machten. Sechs der unermüdlichen Autoren trugen ihre Texte im Kiez Treff vor. Diesmal machten wir keine Pause und doch kamen wir dazu Getränke und Bockwürste zu uns zu nehmen.

 

Frank sah das Leben als Bild, das aus Lebenslinien entsteht.

Lysette las von 2 Sternschnuppen, Menschen die ihr begegneten und Spuren hinterließen. Es waren Gabi und Fanny. Und dann hörten wir noch ein Gedicht von ihr, in welchem es am Ende heißt: „und du gehst vorbei …“

Im „Überflieger“ stellte Marianne die Frage nach dem was wirklich wichtig ist im Leben.

„Die Blätter wisperten: wachse, wachse.“ hieß es in dem Gedicht Petras, die gekonnt die TEXTBAR moderierte und auch von vergilbten Fotos die Lebensgeschichten erzählen, berichtete („Es war Sonntag und es lag Schnee und der Frühling sollte beginnen“).

Ursels Geschichte handelte vom aus der Hand gelesenen Schicksal und einem Weiberhelden. Am Ende hieß es: „Ihn war sie jedenfalls erstmal los.“

Und für Wolfgang, W. war die U-Bahn U2 mit der Aktion Prominente und ‚Normalos‘ sagen die Stationen an (Lebens-)Linie durch Berlin.

 

 

44. TEXTBAR am 9. Februar 2015

 

Die TEXTBAR hielt wieder ein reichhaltiges Angebot an eigenen, selbst“gebrauten“ Geschichten und Gedichten bereit.

Sie ist und bleibt eine schöne Möglichkeit eigene Texte einer Öffentlichkeit vorzustellen. Gleichzeitig bietet sie Anregung selbst etwas zu schreiben und erweckt Neugier auf das was anderen zum jeweiligen Thema einfällt. Dieses Thema war diesmal „Nahverkehr“.

Das Entrée dazu lieferte ein kurzweiliges Gedicht von Wolfgang G. Dann folgte von Marianne eine Hommage an die wunderschöne Stadt Budapest, in der übrigens der Nahverkehr für Rentner kostenlos ist.

Halt wurde dann gesucht und gefunden? beim Zeichnen von Haltestangen und Halteschlaufen während einer U-Bahnfahrt in einer Geschichte von Lysette. Sie erzählte auch noch von einer Frau und deren Tanz in der S-Bahn an den diese sich am nächsten Tag nicht erinnern konnte. Schließlich bot uns Lysette noch eine Drei-Minuten-Geschichte mit ernstem Hintergrund und glücklichem Ausgang an der Bahnsteigkante der U-Bahn.

In ihrem Gedicht „Nahverkehr“ beschrieb Ursel den Lauf nach der Straßenbahne im Ampelscheine.

Und ein Lächeln zauberte Petra mit ihrem mit 16 Jahren geschriebenen Gedicht „Ein Lächeln“ und der Geschichte „Episode“ um die Leichtigkeit der Liebe und der Schwere des Vergessens dieser Liebe.

Schließlich war da noch Frank am Lesepult mit den „Gelben Maden“ und mit einem der Faszination der S-Bahn erlegenen Friedrich, welcher mit einer Strichliste an der Strecke steht. Und mit der traumhaft-seltsamen Geschichte vom Straßenbahntriebwagen im Vorgarten, der Nachts auf große Fahrt geht.

 

 

Das sind Marianne und Lysette

43. TEXTBAR am 12.01.2015

"KATERSTIMMUNG"

 

Zum neuen Jahr wurden einige Änderungen bezüglich der Organisation der TEXTBAR bekannt gegeben.

Die wichtigste Veränderung: Wir machen im  Juli /August eine Sommerpause!

 

Die Lesung eröffnete Petra mit einem Gedicht um Kaufrausch und die Gelassenheit eines Katers am Kanapee.

Es folgte Wolfgang W. mit Einlassungen zu Ereignissen des letzten Monats die eine Katerstimmung hinterließen.

Maximiliane gab uns ein Gedicht über Kater Stanislaus‘ Liebeslust, die durch eine Katze im TV geweckt wurde.

Wolfgang G. schilderte in seiner Geschichte den ersten Kater eines Zehnjährigen, der vom älteren Konfirmanden zum Alkoholgenuss verführt wurde.

Von einer ungewöhnlichen Silvestervorbereitung im Ostberlin der siebziger Jahre erzählte Lysette in ihrer Geschichte.

Frank stellte uns die Spätzin Ratzelina vor, die vom Kater Miklosch im Ganzen verschluckt wurde. Humorvoll geschildert ihr Ausstieg aus des Katers Inneren unter Trällern des Triumpfmarsches.

Agathe Leselust unterhielt die Zuhörer mit einer Geschichte über ein Enkelinnentelefonat auf den AB ihrer Großeltern.

Ursel las uns ihre Geschichte über Katzen, Kater und Baldrian auf dem Bauernhof vor.

Noch einmal wurde Petra aktiv und erzählte uns in ihrer Geschichte wie ein Kater gefunden wurde - NEIN, wie jener seinen Menschen fand.

Und Wolfgang K. beschrieb die üblen Folgen übermäßigen Alkoholgenusses am Silvesterabend.

Und so hörten wir Geschichten und Gedichte zur gesamten Palette des Themas Katerstimmung.

 

Und es gab noch ein Highlight vor der Weihnachtszeit:

Weihnachtslesung vom 16. Dezember.

 

Im Berliner Tschechow Theater saßen wir „Fünf Licher im Advent“ und unser Publikum neben einem großen festlich geschmückten Weihnachtsbaum und lasen und lauschten heiteren und nachdenklichen, stimmungs-vollen und unheimlichen Geschichten und Gedichten rund um Weihnachten. 

 

Wir danken dem Tschechow Theater, daß diese Lesung möglich war und wir danken unserem Publikum für Geduld und Wohlwollen und verabschieden uns bis zu einem Wiedersehen im Jahre 2015.

 

 

 

Nach der  42. TEXTBAR  neigt sich das Jahr dem Ende zu.

Das ist keine Überraschung.

Trotzdem erlebten wir am 8. Dezember in der TEXTBAR Überraschungen – 

Geschichten und Gedichte zum Thema „Überraschung“.

 

Die TEXTBAR war sehr gut besucht; vielleicht wegen der bereit stehenden Pfefferkuchen und des Spekulatius‘ oder auch wegen der Ausstrahlung des „neuen“ Kiez Treff. Aber auch die Anziehungskraft der Lesung hatte sicherlich ihre Wirkung.

Diesmal hörten wir Überraschendes von Wildschweinen bei einer Familienwanderung, von unerwarteten Besuchen, von überraschend abgelehnten Vorschlägen für den Nobelpreis, von einer weiter bestehenden Schwangerschaft nach Abtreibung, einem Malheur im Fußraum eines Autos (quasi zwischen den Beinen des Fahrers), einer Katze die aus einem Bild kam und dorthin wieder verschwand und weitere kurzweilige Geschichten und Gedichte.

 

Das neue Jahr beginnt mit „Katerstimmung“ (hoffentlich nur literarisch). Darüber tauschen wir uns am 12. Januar aus. Das neue Jahresprogramm kann unter „TEXTBAR“ hier nachgelesen werden. Dabei wird auffallen, daß es im Juli und August eine Sommerpause gibt. Diese soll aber keine „saure-Gurken-Zeit“ sein: Es wird wieder ein Lyrikpark veranstaltet! Informationen dazu werden unter „Lyrikpark“ Stück für Stück zu lesen sein.

 

Nun aber erst einmal von der Autorengruppe OPUS53

gute Wünsche für ein friedliches Weihnachtsfest und einen ruhigen Jahresausklang

– vielleicht mit weißer Überraschung - .

 

 

 

 

Mal keine Lesung. Mal Buchbinden.

 

Zwei unserer Autoren besuchten am 22./23. November 2014 ein Wochenendseminar der Volkshochschule zum Thema Buchbinden.

Es war interessant und lehrreich. Vom Leporello über Notizbücher bis zum Binden eigener Texte war alles möglich. Vielfältiges Material stand in Hülle und Fülle zur Verfügung.

In sehr angenehmer Atmosphäre wurden wir von Manuela Ramoth (www.manuela-ramoth.de) auf dem Weg in das für uns neue Gebiet begleitet.

 

 

 

Eine kleine Zusammenfassung der TEXTBAR- Beiträge vom 10. November 2014

 

Das Thema, mit dem wir uns auseinandersetzten hieß:

Nachts

 

Die Lesung eröffnete Petra mit „Nachts“. Nicht abgehörte Nachrichten auf dem Anrufbeantworter liefern ein Indiz dafür, dass eine Frau, nach dem Lesen einer spannenden und im Reich der Phantasie angelegten magischen Geschichte, drei Tage und Nächte durchgeschlafen haben könnte. Hat sie?

Mit zwei Gedichten trug Lysette zum Leseabend bei. Einmal geht es um nicht gelebte Träume und im anderen Gedicht beschreibt sie den Nachttisch und was sie alles in diesem Raumwunder verstaut.

„Nachts sind alle Katzen grau“ war anschließend das Thema von Anneliese. Ein wilder Kater schleicht sich nachts zur hübschen Perserkatze, als diese im Licht eines Autoscheinwerfers erkennt, dass so flott der alte Kater gar nicht ist. Ernüchternd kann auch das Aufwachen der Protagonisten eines One-Night-Stands werden, wenn sein Toupet verrutscht ist und ihre Zähne im Wasserglas blinken.

Jörgs Titel: „Nachts - als der Vergewaltiger kam“,  mutete zunächst brutal an, wurde entschärft und fand schließlich als Geschichte ein sehr trauriges Ende.

Wolfgang W. brachte uns Hans Albers  (1891-1961) nahe,  jener Künstler der „nachts, auf der Reeperbahn um halb eins“ gesungen hatte.

„Ein stiller Ort“ (nicht das stille Örtchen) betitelte Frank seine Geschichte. Er erzählte uns wie ein Held auf einem Bild vom Maler Arnold Böcklin wohnte. Vom Maler aber wurde er nicht gezeichnet, als dieser das Gemälde „Der stille Ort“, bekannt auch unter : „Die Toteninsel“ , geschaffen hat. Nun muss sich jener Protagonist immer verstecken, sobald der Tag kommt, die Galerie geöffnet wird und die Besucher das Bild betrachten.

Ursel beschrieb uns zwei gegensätzliche Nächte, die erste erlebte sie im Frühling in Sizilien. Vom Hotelfenster aus sah sie die roten Rauchwolken des Feuer speienden Ätnas. Im gleichen Jahr bereiste sie das Nordkap und war fasziniert von den weißen Nächten, die sie nicht schlafen ließen.

„Reisereportage“ nannte der nächste Geschichtenerzähler Wolfgang G. seinen Beitrag. Ein Tag in Brandenburg mit Bus und Bahn und er verblüffte uns mit der Mitteilung, dass in Brandenburg ab 20:00 Uhr der Nachtbus verkehrt.

Maximiliane entführte uns in „im Traumland“ zu merkwürdigen Begebenheiten. Über eine Gartenparty mit Götz George ging es zum Klöße kaufen nach Amsterdam. Aber dann stieg unsere Heldin in Mailand aus. Bevor sie wieder heim kam, musste sie zu Putin. Sie läuft und läuft und läuft und läuft….

Werner beendete den Abend mit der Feststellung, dass in seinem Leben drei Kategorien von „Nacht“ eine bedeutende Rolle spielten. Da waren die „Angstnächte“, die ein Kind empfindet, wenn es in den Keller soll um Kohlen oder Kartoffeln zu holen. Die zweite Nacht war jene zum 13.Februar 1945 als Dresden bombardiert wurde und in Flammen stand. Die dritte Kategorie schließlich waren die „Nächte des Überlebens 1945/46“. Ich erlaube mir ein Zitat: „Flüchtlinge des Krieges saßen auf fremden Stühlen, hatten nichts zu essen und nichts zum Tauschen. Die Nacht wurde zum Retter.“ Schließlich sorgte ein Befehl der Russen, dass ein jeder eine warme Mahlzeit am Tage erhalten solle, dafür, dass die Menschen nicht verhungerten.

 

Lysette H.

 

 

Nachlese 40. TEXTBAR

 

Am 13.Oktober trafen sich wieder Literaturbegeisterte und OPUS53 zur unterhaltsamen Lesestunde zum Thema „Im Museum“

Frank überraschte uns mit einer Geschichte über einem Besuch in einer Gemäldegalerie. Im selben Maße wie der Protagonist Rotweintrunken wurde, verblassten sämtliche Rottöne in den Gemälden.

Anschließend führte uns Wolfgang G. ins Berliner Wachsfigurenkabinett.

Gern gesehener Gast, Agathe Leselust, führte uns innnerhalb eines Spazierganges entlang der Wuhle.

Lysette schrieb eine Geschichte aus der Sicht eines Regales im Museum, welches sich auf die Einrichtung mit Skulpturen freute.

Ursel nannte ihren Beitrag: „Ich – eine einfache Kunst-betrachterin“ und stellte uns ihre Gedanken zum Thema Kunstdarstellung in den unterschiedlichsten Epochen der Zeitgeschichte vor.

Nach der Pause amüsierten sich die Zuhörer köstlich bei Wolfgang W`s Geschichte über eine Museumsnacht im Museum der verschwundenen Dinge.

Petra reflektierte in ihrer Kurzgeschichte ihrer Kindheit und Jugend in einem Land, das nun auch nur noch museal existiert.

Ein neuer Gast, Werner K., traute sich mit den Betrachtungen zu einem Besuch in einer Kirche in Tschechien ans Lesepult. Er „zeigte“ uns die Knochenkirche in Kutnà Hora und fragte in diesem Zusammenhang  nach der Würde des Menschen.

Marianne  erzeugte in ihrem Beitrag einen feinen Spannungs-bogen. Gekonnt zielte sie auf ein Geheimnis zwischen Museums-Angestellter und deren Chef hin. Dieses war jedoch so geheim, dass die Autorin es nicht lüften konnte.

Lysette beendete den Leseabend in der TEXTBAR mit einem s.g. Antitext „Kram und Krempel“, in welchem sie die Daseinsberechtigung so manch musealer Einrichtung in Frage stellte.

 

Lysette H.

 

 

Am 10.November 2014 sehen wir uns wieder.

Dann erwarten wir Beiträge zum Thema   „Nachts“.

 

 

Die 39. TEXTBAR stand unter dem Motto „Die neuen Alten“. Ein Thema, bei dem manch einer zuerst nicht wusste wie er es fassen soll.

Aber dann, am 8. September, hörten wir zahlreiche Texte in Prosa und Lyrik, in denen „Die neuen Alten“ lebendig wurden.

Frank machte den Anfang mit „Kilian“. Unter Kilian liegt Rebecca, was dieser zuerst nicht bemerkt. Charlotte klärt ihn auf und beide wagen „in ihrem Alter“ gemeinsam etwas Neues.

Lysette brachte zwei Geschichten mit. In einer flog eine achtzigjährige Mutter nach San Francisco und schockierte ihre Kinder bei der Rückkehr mit amrican way of life, in der anderen wollte sich ein älteres Ehepaar mit einem Platz an der Sonne als Versöhnungsgeschenk gegenseitig überraschen. Er suchte die Ostsee aus. Sie aber hatte etwas ganz Besonderes für ihn, ein Platz an der Südseite und ganz nah bei seiner Jugendliebe …

„Wild wie eh und je“ sind die neuen Alten, meinte Wolfgang aus dem wilden Wedding. Seine neuen Alten gehen zu Lesebühne und Seniorenslam.

Ursel zeigte sich mit ihrem äußerst witzigen Marzahn-Buchstabier-Text als eine wahrhaft „Neue Alte“, die auf geistvolle Weise nicht auf den Mund gefallen ist.

Petra machte ihren Eltern eine Liebeserklärung und Maxi schloss sich in ihrer Geschichte an. Die Alten sind Kämpfer, waren Meister im überwinden von Katastrophen. Daraus ist eine Genußfähigkeit enstanden.

So entstand mit dem anfänglich schwierig erscheinenden Thema eine sehr lebendige Lesung.

 

Frank Türke

 

 

 

Unsere Lesung im Ratskeller Lindow am Samstag den 30. August 2014

 

Wir lasen Geschichten und Gedichte zum Thema „Alltagsfluchten“. Dabei ging es viel ums Reisen und außergewöhnliche Momente. Fantasievoll, humorvoll und philosophisch hatten wir uns dem Thema genähert. Die Vielfalt und die unterschiedlichen literarischen Formen machten die Lesung abwechslungsreich. Und so war es ein gelungener Abend.

Anschließend kamen wir mit den Lindowern ins Gespräch und erfuhren so einiges Skurriles und Wissenswertes über den Ort. Wir bekamen einen Einblick in das Lindower Alltagsleben und die kleinen Fluchten und Auszeiten seiner Bewohner.

Wir sind sicher, dass unsere Gäste es weitererzählen und wir im nächsten Jahr wieder in Lindow lesen.

 

 

 

 

Das war die TEXTBAR zum Thema "ohne mich" vom 11. August 2014.

 

Es begann mit einem geheimnisvollen Mann – einem Weisen vom Berge. Der befand sich im Fußballfieber mit seiner Schwarz-Rot-Goldenen Trommel. Wolfgang, W. berichtete davon.

Von Maximiliane hörten wir zwei Texte. Zunächst den „Antitext“. Darin schilderte Sie uns, wie sie die Absicht hatte eine Geschichte zum Thema „ohne mich“ auf einer „halben Pobacke“ sitzend in den Computer zu rattern. Aber dann …

Ihr zweiter Text war das Gegenteil. Es wurde erklärt was alles „ohne mich“ geht, sogar „Du wirst dein Leben ohne mich führen können“.

In der Geschichte von Ursel musste Er damit klar kommen, daß er nur noch drei Zigaretten für das Wochenende hat und Sie meinte, die müsse er sich eben einteilen, bis Sie feststellte, daß nur noch wenige Krümel in der Kaffeedose sind. Beide meinten „es geht nicht ohne“.

Jörg zeigte unter dem Titel „Die Zeugungsunfähigkeit“ perfide Machenschaften auf, um weitere Nachforschungen auf dem Gebiet elektromagnetischer Störstrahlung und ihre gesundheitlichen Folgen zu unterbinden. Das Ausspionieren von Kontostand und anderen persönlichen Verhältnissen bewirkte, daß der Arbeitsgruppenleiter sagte „ohne mich“ und die Forschungs-arbeiten einstellte.

Von ganz anders gearteten Erfahrungen berichtete Marianne. In ihrer Geschichte spielten die Folgen des Vulkanascheregens über Europa im Jahr 2010 eine auslösende Rolle. Ihr Rückflug aus Nizza verzögerte sich und alle Passagiere wurden auf Kosten der Fluggesellschaft in Hotels untergebracht.

Petra blieb im Bett, an dem Morgen an dem sie vor Erschöpfung nicht aufstehen konnte. Das Büro funktionierte auch ohne sie, es wurde telefoniert, gefaxt, geschrieben und alles was man in einem Büro macht, „alles ohne mich“.

Am Ende gab es eine Entführung ins Land der Fantasie durch Frank. Er berichtete von Begegnungen der „besonderen Art“, z.B. von einer Wolke die sich wie ein Ungeheuer  über die Stadt legte. „Ohne meine Fantasie“ stellte er fest, „hätte es diese Begegnungen nicht gegeben.

 

 

Frank Türke

 

 

 

 

Die TEXTBAR vom 14. Juli 2014 - Tag eins als Weltmeister!

 

Trotz des heißen Sommerwetters, trotzdem viele müde gewesen sein dürften, weil sie in der Nacht den Sieg und anschließenden Freudentaumel der deutschen Fußball-Elf mit verfolgt haben, waren wieder einige Interessierte unserem Aufruf zur 36. TEXTBAR gefolgt.

OPUS53 geschwächt durch urlaubsbedingte Abwesenheit von drei Mitgliedern, führte durch die neunzig Minuten andauernde Lesebühne.

Lysette las eine Geschichte zur „Auszeit“ unserer Kanzlerin in Brasilien, wie sie sich diese vorstellte.

Anschließend überraschte Ursel mit einem kleinen Ehestreit in welchem eine Frau um eine Eheauszeit bat, da sie ihre Jugendliebe wieder sehen möchte. Der Ehemann ist erstaunt, wir Zuhörer auch, als wir erfahren, dass jene Jugendliebe Knasturlaub hat.

Wolfgang G. wollte für seinen Protagonisten eine Auszeit von der Fotografiererei. Vorsorglich schließt er die ganze Kameraausrüstung ein. Aber dann liest er die verschiedenen Informationen zum Thema und macht sich wieder auf den Weg um diverses Zubehör zu kaufen bis hin zur Taucherausrüstung für die Unterwasserfotografie.

Schließlich durften wir einen neuen Gast begrüßen: Agathe Leselust. Sie brachte uns zwei Gedichte mit, in denen der Zuhörer poetisch angemahnt wurde, auf die kleinen (und schönen) Dinge des Lebens, die scheinbar unbeachtet am Wegesrand ihr Dasein fristen, zu achten.

In Franks Geschichte hatte Jesus eine Auszeit auf der Erde und begegnete dort einer Dirne.

Ein weiterer neuer Gast kam anschließend zu Wort:

Frau Stautmeister las Gedichte von ihrem Freund Mario Sukowski. Das widersprach zwar dem Reglement unserer Lesebühne, wurde aber großzügig gestattet, da wir hoffen, bald Herrn Sukowski persönlich in einer der nächsten TEXTBAR-Lesungen begrüßen zu dürfen.

Wolfgang W. erzeugte mit seiner „Auszeit mit Amygdala“ zunächst Fragezeichen in unseren Augen. Schließlich entpuppte sich Amygdala als eine Lesebühne im Berliner Wedding.

Beendet wurde die TEXTBAR von einer „Frau ohne Gedächtnis“. Lysette beschrieb eine Frau in der S-Bahn, die im Businesslook wohl auf den Weg zur Arbeit war, plötzlich jedoch alle Hemmungen fallen ließ und mit ihrem Tanz nach der Musik von Straßenmusikanten die Fahrgäste in den Bann zog.

 

Lysette H.

 

 

 

 

Zum 3. Textbar-Geburtstag am 2. Juni 2014

 

gab es Texte ohne Themenvorgabe, teils lustig, teils nachdenklich, spannend, ungewöhnlich - für jeden Geschmack war etwas dabei.

Wer seine Texte auf unserer Website vorstellen bzw. zum Nachlesen bereitstellen will, kann über die Kontaktfunktion uns eine Email zukommen lassen. Wir melden uns dann bei ihm (oder ihr).

 

 

 

 

 

Unsere Lesung im Tschechow-Theater am 15. April 2014 war wieder ein voller Erfolg!

Wir lasen Geschichten und Gedichte zum Thema "Auf's Abstellgleis?". Gerät man im Alter auf's Abstellgleis? Muß man das? Kann man etwas dagegen tun? Welche Alternativen könnte es geben? 

Es ging dabei um den Mut zu neuen Ufern aufzubrechen und um Skurilitäten und Fantasmen.

 

 

 

 

 

Bundesvorlesetag 2013

 

Wir besuchten am 15. November die Pflegeeinrichtung Wittenberger Straße in Berlin-Marzahn.

Unsere Zuhörer hatten so viel Freude, daß sie in der Pause einige Lieder anstimmten und damit uns wiederum eine unerwartete Freude bereiteten.

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© OPUS53 2014-2017